TSF Welzheim 1863 e.V.
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04.05.2008 21. Württembergische-Mixed-Meisterschaf

Die TSF Welzheim qualifizieren sich erstmals für die Süddeutschen Meisterschaften

Die Spieler und Spielerinnen der Turn- und Sportfreunde Welzheim erreichten vor heimischer Kulisse den größten Erfolg ihrer 28-jährigen Vereinsgeschichte. Zum ersten Mal gelang der Sprung ins Finale bei den Volleyball-Mixed-Meisterschaften des Landesverbandes Württemberg.
Es wurde in zwei Gruppen mit jeweils sechs Teams gespielt. Bei Jeder gegen Jeden erreichen jeweils die ersten Zwei jeder Gruppe das Halbfinale, um im Überkreuzvergleich die Finalteilnehmer zu ermitteln. Nach der Auslosung am Morgen war schon klar, dass es kein leichtes Unterfangen werden würde, das Halbfinale als Gruppenerster oder Zweiter zu erreichen: Wie im letzte Jahr waren der Meister aus der 3/3-Runde Berkheim, der mehrfache Sieger aus Stuttgart Gereizt, der Meister West Böblingen und Immenstaad die Gegner. Nur Feuerbach war statt Backnang/Auenwald in die Gruppe B gelost worden. In der anderen Gruppen kämpften Geißelhardt, Schwäbisch Gmünd, Jedesheim, Hausen, Sindelfingen und Ludwigsfeld um die Halbfinalplätze.

Im ersten Gruppenspiel gegen Böblingen starteten die TSF-Spieler sicher und gewannen den ersten Durchgang souverän. Im zweiten war das Spiel von Unsicherheiten, vor allem in der Annahme, geprägt und ging deswegen auch deutlich verloren. Mit diesem gemischten Gefühl im Bauch ging es gegen die Routiniers aus Immenstaad, die dank einer konstanten Leistung 2:0 nach Sätzen bezwungen werden konnten. Gegen Feuerbach spielten die Welzheimer ähnlich auf und siegten verdient mit 2:0. Im vorletzten Gruppenspiel war die Vorgabe klar: Mit einem 2:0 gegen den Titelverteidiger von Stuttgart Gereizt wäre die Halbfinalteilnahme sicher. Und so verlief das Match dann auch. Nach anfänglicher Nervosität und ausgeglichenem Punktestand bis kurz vor Satzende gelang mit einem Longline-Angriff in die hintere Feldecke der 25:23 Satzgewinn, was Balsam für die Seele für den zweiten Durchgang war, der etwas überlegener gestaltet wurde. Mit diesem 2:0-Erfolg war der Halbfinaleinzug perfekt. Im letzten Gruppenspiel gegen Berkheim ging es „nur“ noch um den Gruppensieg und damit um den Gegner aus der Gruppe A. Nach dem Satzverlust im ersten wurde im Welzheimer Team gewechselt. Diese Jahr tat es dem Spiel der TSF gut, fünf statt vier männliche Angreifer mit ähnlichem Niveau im Aufgebot zu haben, die sich im Mittelblock und Außenangriff abwechseln konnten. Der Wechsel tat dem Spiel gut und Welzheim verteidigte dank des Satzgewinns den ersten Platz in der Gruppe.
In der Gruppe A erspielten sich die Schmetterlinge aus Schwäbisch Gmünd überlegen den Gruppensieg vor den glücklichen Zweiten aus Jedesheim, die sich nur dank des besseren Punkteverhältnisses gegen Geißelhardt durchsetzen konnten. Vierter wurde Hausen, die wiederum im letzten Spiel gegen Geißelhardt ihre Halbfinalchance verspielten. Fünfter wurde der amtierende Zehnte der Deutschen Meisterschaften von den TSF Ludwigsfeld und Sechster der VFL Sindelfingen.

Für Welzheim ging es bei ihrer schon insgesamt vierten Halbfinalteilnahme um die Beendigung einer schwarzen Niederlagenserie und damit um die erstmalige Qualifikation zu den Süddeutschen Meisterschaften, die mit dem Finaleinzug erreicht wäre. Mit unbedingtem Siegeswillen starteten die TSF-Akteure in die Begegnung mit dem Meister Süd aus Jedesheim und ließen in keinem der beiden Sätze Zweifel am Sieg aufkommen, der mit deutlichem Vorsprung errrungen wurde. Das Ziel war geschafft, das Finale sollte die Zugabe werden. Wieder war Berkheim der Gegner, die sich in einem spannenden Halbfinale mit 2:1 nach Sätzen gegen Schwäbisch Gmünd durchsetzten. Eine tolle Stimmung und eine fast fehlerfreies Spiel mit vielen Blocks und durchschlagskräftigen Angriffen brachte die 1:0-Satzführung. Doch Berkheim wechselte aus und veränderte die Positionen. Eine Aufschlagserie war verantwortlich für eine zwischenzeitlich hohe Führung, die Welzheim wieder verkleinern, aber leider nicht drehen konnte. Der dritte Satz musste die Entscheidung bringen. Es wurde erneut gewechselt; Welzheim führte bis 14 Punkte, anschließend ging es hin und her. Bei 21:20 für Berkheim entschied sich das Spiel mit einer Miniserie auf 24:20. Ein Angriff zum 21:24 ließ noch hoffen, doch der nächste Schmetterball der Berkheimer brachte ihnen den Sieg und damit den Württembergischen Meistertitel. Für Welzheim war der Titel des Vizemeisters ein starker Trost, weil man durch die Finalteilnahme an den Süddeutschen Meisterschaften am 13./14. September in Weissach im Tal teilnehmen darf. Man trifft sich dort mit den besten Mannschaften der Landesverbände aus Bayern, Südbaden, Nordbaden, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Thüringen und Sachsen, um den Süddeutschen Meister zu küren und die Qualifikation zum Deutschen BFS-Cup zu erreichen. Die TSF Welzheim genießen auch bei dieser Veranstaltung fast Heimvorteil.