Lauftreff: Welzheimer Limesläufe 2018

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Mein zweiter Halbmarathon

Bei meiner Ankunft war der Kirchplatz bereits gut gefüllt. Der Bambini und der Kinder- und Jugendlauf waren schon erfolgreich abgeschlossen.

Mein zweiter Welzheimer Waldlauf mit 21.1 km stand bevor und im Gegensatz zum ersten Lauf im letzten Jahr waren mir die Abläufe wie Anmelden, Startnummer abholen, Warmlaufen usw., bekannt. Dennoch war ich vor Aufregung viel zu früh da, aber die Stimmung zu erleben, gehört auch einfach dazu. Beim Countdown, den alle Läufer mitgezählt haben, stiegen die Aufregung und die Vorfreude.

Pünktlich fiel der Startschuss und mit ihm der Regen. Es sah fast so aus, als würden uns die Gewitterwolken einholen.
Das Läuferfeld zog sich schnell auseinander und es fiel mir schwer, zu Beginn das eigene Tempo zu finden. Dank meines Mitläufers Ben ist es nach den ersten Kilometern doch gelungen.
Vielleicht lag es aber auch mit an den Trommelrhythmen durch Hans Hannemann und seine Familie.
Mit noch viel Schwung in den Beinen kam der erste Anstieg nach Aichstrut hoch, und es war vorbei mit dem Schwung.
Bei Regen, Blitz und Donner, die Schuhe und Socken nass und gefühlt bleischwer, kam in mir die Frage nach dem „Warum mach ich das nur? “ hoch.
Die Frage stellte sich aber nur ganz kurz, denn dann wurde der Lauf immer besser. Der Regen hörte auf, die Luft war super, die Strecke bis nach Kaisersbach eben und die Aussicht begeisterte mich immer wieder.

Die Verpflegungsstationen waren perfekt organisiert und die, zwar nur wenigen, Zuschauer waren einfach richtig dabei.

Die innerliche Euphorie wurde in der Sekunde leicht ausgebremst, als mir die ersten Läufer in Kaisersbach entgegenkamen, die die“ bergische Acht“ schon hinter sich hatten. Aber was hilfts?
Weiter ging es über eine matschige Stelle, vom Feld auf den Laufweg gespült, aber schon auf dem Rückweg schaufelten und fegten zwei fleißige Anwohner den Weg wieder frei.

Der für mich schönste Teil der Strecke folgte jetzt bis zum Aichstruter Stausee, immer leicht abschüssig und schattig. Eine willkommene Erholung, bis der letzte Anstieg nach dem Schützenhaus begann, den ich dann lieber doch teilweise gegangenen bin, wie auch mein Laufbegleiter Matthias aus Schwäbisch Gmünd.

Die letzten Kräfte mobilisierend, wurde ich geradezu durchs Ziel geschubst, durch Siggi. Vielen Dank dafür!
Vielen Dank auch an die Streckenposten, die einem nicht nur den richtigen Weg gewiesen, sondern auch immer wieder motiviert haben.

Es war ein rundherum tolles Ereignis mit einem schönen Ausklang bei einer Hocketse mit Live-Musik.

Anne


Mein erster 5 km-Lauf

Am 14. April diesen Jahres habe ich beim TSF in der Läuferabteilung bei den Anfängern unter der Leitung von Moni mit dem Joggen begonnen. Somit laufe ich seit acht Wochen zweimal in der Woche. Da wir insgesamt ca. 10- 12 Läuferinnen und Läufer sind, steckt ein gewisser Gruppenzwang dahinter. Dieses ist auch sehr gut so.

Nachdem ich also 15 mal trainiert habe, wollte Moni unbedingt, dass sich ein paar von uns anmelden, um zu spüren, wie das Gefühl sozusagen bei einem Wettkampf ist. Also meldeten sich Axel R. und Ralf erst einmal an, da ich nicht wusste ob ich an diesem Tag kann.

Samstag 09. Juni, 17:00 Uhr: Meine Frau, die beim Halbmarathon um 18:00 Uhr teilnimmt, hatte schon ihre Laufschuhe an und machte sich bereits auf den Weg zum Kirchplatz. Ich dachte, ich zieh mich dann auch mal um, damit ich rechtzeitig zum Foto um 17:45 Uhr bei der Kreissparkasse bin. In mir stieg etwas die Aufregung hoch; warum eigentlich, es sind doch nur 5 Kilometer. Also machte ich mich auf den Weg. Dort angekommen fiel mir sofort die tolle Stimmung auf dem Kirchplatz auf. Ich

holte mir also eine Startnummer. Da ich noch nicht angemeldet war, musste ich ein Formular mit meinem Namen, Verein, Gruppe und Alter ausfüllen, dann bekam ich einen Stoffbeutel mit verschiedenen Gegenständen in die Hand gedrückt und musste dafür die Startgebühr von 17,00 € bezahlen. Im Stoffbeutel waren eine Startnummer mit Sicherheitsnadeln, ein tolles Welzheimer Limeslauf 2018-Funktionstrikot und verschiedene Werbeartikel drin. Da ich ahnungslos war, fragte ich, ob ich die Startnummer mit dem Transponder zur Zeiterfassung wieder zurückgeben muss. Ich weiß jetzt, dass man die Startnummer behalten kann. Ich heftete mir diese mit den 4 Sicherheitsnadeln an den Bauch, natürlich krumm und schief. Fotoshooting 17:45 Uhr fast verpasst, aber doch noch auf dem Foto.

18:00 Uhr: die Gruppe Halbmarathon läuft los, mit diesem Schuss begann es auch zu tröpfeln. Ralf und ich machten uns warm, um auf Betriebstemperatur zu kommen.

18:15 Uhr: die 10 km-Läufer rennen los. So langsam machte sich das Adrenalin in mir bemerkbar, so aufgeregt bin ich nicht einmal vor einem Auftritt mit meiner Band.

18:20 Uhr: der Schuss fällt, alle rannten los. Wir als „erfahrene Läufer“ waren ganz hinten und wollten es ganz langsam angehen, allerdings klappte das gar nicht so richtig, weil alle rannten wie die Wilden. Man wurde förmlich, wie von einem Sog, mitgezogen.

In der Burgstraße waren meine Füße bereits so schwer und wir hatten erst 200 Meter geschafft, na das kann ja heiter werden! Zum Glück fing es wie aus Kübeln an zu regnen, denn bis dahin war es sehr schwül. Wir waren vor dem Kastell schon klatschnass. Bis jetzt ging es eigentlich nur Berg runter, ich war gespannt, ob ich durchhalte. Ralf, der 20 Jahre jünger ist und viel Fahrrad fährt, haben wir ziehen lassen. Also lief das A-Team (Doppelaxel) ihr eigenes Tempo und konnte hier und da die ersten „Schnellbeginner“ bereits überholen. Nun ging es unten am Schützenhaus bis zum Fuchshof, an der Lein entlang. Dort freute es mich sehr, dass mein Zwillingsbruder Hans die Sambatrommeln ausgepackt und mit seiner Familie einen tollen Rhythmus hingelegt hat. Sehr erfrischend!

Wir waren am Wendepunkt und wussten, die Hälfte ist geschafft. Leider wussten wir auch, dass es ab dem Schützenhaus nur noch bergauf ging. Die Beine wurden noch schwerer.

Rechts über die Brücke, an der Reithalle vorbei, hoch Richtung Untermühlstraße. „Am Berg kleine Schritte machen“, hatte Moni gesagt. Der Puls stieg. Gott sei Dank waren wir oben in der Kastellstraße angekommen. Jetzt durchs Kastell und in die Goethestraße, an meinem Stiefsohn vorbei, der sich als Streckenposten gemeldet hatte. Zum Spaß rief ich ihm zu, ob er mich nicht nachhause fahren könne. Noch ca. 1 Kilometer, dass packen wir! Vereinzelte Zuschauer riefen uns zu: „Gebt alles!“ In der Burgstraße angekommen hörten wir eine Trillerpfeife von hinten. Der Erste der 10 Kilometerläufer, die 5 Minuten vor uns losgelaufen waren, überholte uns. „Mann, ist der schnell, also fast doppelt so schnell wie wir!“ Wir bogen in die Wilhelmstraße ein, jetzt noch die letzten Reserven rausholen. Das Ziel war in Sicht, der Puls am Anschlag und mit erhobenen Händen und großem Applaus lief das A-Team ins Ziel ein und wurde direkt von unserem Ralf mit Getränken versorgt. Das erste Rennen war geschafft, wir hatten ein tolles Erfolgserlebnis und waren froh, dass wir es durchgezogen haben. Weitere Läufe folgen. Übrigens, meine schweren Beine kamen auch daher, dass wir beim Training immer eine Pace von 7:30 – 8:00 und Gehpausen hatten und beim Lauf war es 6:40 ohne Pause.

Axel

Vom TSF-Lauftreff nahmen außerdem teil, am Halbmarathon: Erwin und Nadine Kuhn, Sigrid Hinderer, Ben Döz, Waltraud Loos; am 10 km-Lauf: Gernot Gruber, Vitus und Birgitta Polley, Sven und Kathrin Oesterheld, Martina Bauer, Ralf Edrich, Tanja Kuhn, Karin Schell-Ludwig, Birgit König, Claudia Leitner, Bärbel Pisch, Elke Kohnle, Petra Knödler, Susanne Christ; am 5 km-Lauf: Ralf Hirzel, Axel Retter; am 7,5 km-Walking: Dirk Mayer, Tanja Stohl, Monika Loebermann

Text: Anne und Axel Hannemann
Bilder: Sven Oesterheld