Matt droht Laura

Schach: Welzheim 3 überrennt Schorndorf 5 mit 6:0

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Nun endlich konnte auch die dritte Mannschaft der TSF Welzheim in den Ligabetrieb starten. Da in der B-Klasse Gmünd nur fünf Mannschaften gemeldet sind, hatten wir die erste Runde (war am 14.10.18) spielfrei.
In Bestbesetzung traten die Welzheimer Figurenräuber gegen die Schachfreunde aus Schorndorf an. 
Keinesfalls so eindeutig wie das Endergebnis waren jedoch die Begegnungen.
Die Schorndorfer begannen sehr solide und erspielten sich in der Eröffnung einigen Vorteil. Mit dem weiteren Partieverlauf schwanden jedoch die Siegeschancen und die Welzheimer konnten jedes Spielbrett für sich entscheiden.

Aber der Reihe nach:

An Brett 1 konnte Frederik bereits im 7. Zug ausgleichen und im 10. Zug eine Figur gewinnen. Das Schach ein ermüdenter Sport für manche sein kann, konnte Frederik bei seinem Gegner feststellen. Dieser machte nicht nur ungenaue Züge, sondern schlief regelrecht mehrmals am Brett ein. Dies ist mir in meiner ganzen Schachlaufbahn noch nicht untergekommen. Folgerichtig gewann Frederik Figur um Figur und konnte im 22. Zug Matt setzen. Finden Sie das zweizügige Schachmatt?

Mit seinem letzten Zug schlug die weiße Dame auf d5. Wie setzt Schwarz fort?

Am zweiten Brett hatte Björn das seltene schottische Vierspringerspiel auf dem Brett. Die symetrische Spielweise hatten wir vor nicht allzu langer Zeit im Training besprochen. Da Weiß einen Zug voraus ist hat er jederzeit die Möglichkeit gewinnbringend die Symetrie zu beenden. Leider versäumte er dies im 6. Zug. Dennoch konnte er seinen Vorteil Zug um Zug und ausbauen seinen Gegner mit einem zweifachen Angriff zur Aufgabe bewegen. Ein einfaches aber effektives Motiv aus dem Training.

Schwarz hatte soeben Springer d4 gezogen. Weiß wendet den zweifachen Angriff an…

An Brett drei kam unsere Schachdame Laura nicht so recht aus den Startlöchern und wurde von ihrem Gegner regelrecht zusammengeschoben. Nach 18 Zügen lag sie bereits  mit 9,5 Bauerneinheiten hinten.  Im 33. Zug entschied sich Laura für das Schlagen der Dame!! Dies ist ein Fehler, warum?

Laura entschied sich im Diagramm für Läufer x Dame auf b3. Ihr Gegner, und sie selbst, übersah das anschließend mögliche zweizügige Matt.

Da aber durch Aufgeben noch nie eine Partie gewonnen wurde, kämpfte sie weiter und ihr Gegner sah die entscheidenden Drohungen nicht. In den nachfolgenden Zügen griff ihr Gegner mehrmals fehl und im Endspiel ließ Laura nichts mehr anbrennen und setzte im 53. Zug Matt.

An Brett vier kämpfte Leandro ab dem 10. Zug mit einer Figur weniger. Aber auch sein Gegner konnte den großen Vorteil nicht ins Ziel retten. Im 23. Zug griff sein Gegner fehl und Leandro erreichte mit einem zweifachen Angriff Vorteil. 

Schwarz zog soeben Bauer a5. Wie nutzt Weiß es aus?

Da sein Gegner nach dem zweifachen Angriff wiederum einen Fehler mit dem Zug Läufer nach a6 beging, konnte Leandro einzügig Matt setzen.

Die Partieaufzeichnungen von Pascal konnte ich leider nicht verwerten. Bei meinem Rundgang bemerkte ich aber das er bereits im 15. Zug zwei Türme für drei Bauern eroberte. Den Sieg ließ er sich auch nicht mehr nehmen und konnte seine junge Gegnerin mit Turm und Läufer Matt setzen. 

Am sechsten und somit letzten Brett bestritt David seine erste Ligapartie für Welzheim. Den Startschuß legte er mit der Vorbereitung des Schäfermatts. Sein Gegner parierte aber die Drohung. David entschloss sich dennoch zum Schlagen auf f7 was ihm eine Figur für einen Bauer kostete. Aber auch hier konnte der Gegner seinen Vorteil nicht umsetzen und musste alsbald die Segel streichen. Aufregung entstand nochmal am Ende der Partie. In folgender Stellung entschloss sich David zu Bauer g6. Es fällt sofort auf das der Turm auf h8 geschlagen werden kann, was sein Gegner auch machte. David ärgerte sich aber nur kurz, warum?

Der Turm auf h8 ist „vergiftet“

Die Analysen zeigten, dass wir in einigen Partien die Hilfe des Gegners benötigten. Somit fiel der Sieg sicher etwas zu hoch aus.
Dennoch ein gelungener Auftakt zum Saisonbeginn. Im nächsten Wettkampftag (13.01.2019) geht es zu den starken Spielern nach Leinzell. 
Dort wird es dann wirklich ein Kampf auf Augenhöhe.

Text: Peter Eggert – Jugendleiter